Mauke beim Pferd ist der Sammelbegriff für entzündete Hautirritationen, hierbei sind häufig die Fesselbeugen des Pferdes betroffen. Die Haut bildet ein natürliches Schutzschild gegen äußere Umwelteinflüsse. Dadurch, dass es in der Fesselbeuge feucht und warm ist, fühlen sich Bakterien hier besonders wohl. Mauke tritt überwiegend im Herbst und Winter auf. 

Die Ursache für Mauke ist ein Defekt in der Haut. Bakterien wird somit das Eindringen ermöglicht. Durch diesen Defekt breiten sich die Bakterien unter der Haut aus und schädigen diese. Das Resultat sind Rötungen und Juckreiz in der Fesselbeuge.

Mauke kann ebenfalls genetisch bedingt sein. Es kommt vor allem vermehrt bei Kaltblutpferden, bei denen die genetische Veranlagung zu der Krankheit nachgewiesen wurde, zu einer Mauke-Erkrankung. Ebenso leiden Pferde mit weißen Fesseln häufiger an der Krankheit, da die Haut nicht pigmentiert ist. Die Mauke kann jedoch bei allen Pferden auftreten. Oft ist diese lediglich aufgrund des Fesselbehangs nicht direkt ersichtlich. 

In jedem Fall sollte eine Mauke immer behandelt werden, da die Krankheit chronisch werden kann. Im schlimmsten Fall kann die Mauke zu einer Lahmheit, Blutvergiftung oder sogar zum Tod führen.

Symptome: Wie erkenne ich das Anfangsstadium einer Pferdemauke?

Im Allgemeinen gibt es fünf Stadien einer Pferdemauke:

  1. Die Haut ist leicht gerötet
  2. Die Stelle ist geschwollen und warm
  3. Es entstehen Risse in der Haut und Wundflüssigkeit kann austreten
  4. Bläschen bilden sich ebenso wie schmierige Beläge und Schorf
  5. Bilden von Warzen auf der Mauke

Anders als bei Kaltblütern und Pferden mit weißen Fesseln ist es bei Pferden mit langem Fesselbehang relativ schwer zu erkennen, wenn Mauke auftritt. Erste Anzeichen können schnell übersehen werden. So kann sich bei unregelmäßiger Kontrolle der Fesselbeugen die Mauke unbemerkt ausbreiten.

Diese Symptome können auf eine Mauke beim Pferd hindeuten:

  • Rötung und Hitze der Haut an der Fesselbeuge
  • Bilden von dicken schorfigen Krusten
  • Ausfallen der Haare der Fesselbeugen
  • Mögliches Bilden von eitrigen, stinkenden Bläschen
  • Lahmen aufgrund von Schmerzen
  • Bei fortschreitender Krankheit können Hautwucherungen auftreten

Behandlung: Was hilft meinem Pferd am besten gegen Mauke?

Mauke kann vor allem dann sehr hartnäckig sein, wenn der Auslöser der Krankheit nicht bekannt ist. Aus diesem Grund sollten Sie Ihren Tierarzt kontaktieren. Dieser kann durch Blut- und andere Untersuchungen den Auslöser für die Mauke feststellen. So können entsprechende Behandlungsmaßnahmen eingeleitet werden. Denn meist gibt es nicht nur äußere Faktoren, sondern auch innere Faktoren, die für den Ausbruch der Mauke verantwortlich sind.

Zusätzlich sollten folgende Maßnahmen getroffen werden:

Saubere und trockene Box

Stellen Sie Ihr Pferd in eine gereinigte Box. Die Haut an den Fesselbeugen wird so entlastet und vor Reizungen, Schmutz und Feuchtigkeit geschützt. 

Fesselbehang kürzen

Um besser an die betroffenen Stellen zu kommen, sollte dieser so kurz wie möglich geschnitten werden. Scheren Sie jedoch Ihr Pferd nicht. Dies kann zu Hautreizungen kommen, die folglich schlecht für die bereits geschädigte Haut wären.

Fesselbeugen reinigen

Reinigen Sie die Fesselbeugen mit Wasser und einer milden desinfizierenden Seife, nicht mit Pferdeshampoo.

Ebenso sollte das Pferd weiterhin mit der Herde mitlaufen. Das Herumstehen in der Box lässt die Schwellungen schlimmer werden. Aus diesem Grund sollte Ihr Pferd ein wenig bewegt werden. Hier sollte darauf geachtet werden, dass Ihr Mauke-krankes Pferd nicht überanstrengt wird. Auf keinen Fall dürfen Sie Bandagen oder Gamaschen an den Fesseln anbringen, da diese die bereits geschädigte Haut weiter aufreißen könnten.

Welche Hausmittel helfen bei Mauke-kranken Pferden?

Ein Gang zum Tierarzt ist unumgehbar, da eine unbehandelte Mauke schlimme Folgen für Ihr Pferd mit sich bringen kann. Trotzdem gibt es ein paar Hausmittel, die sich unter Pferdebesitzern bewährt haben, angenommen die Mauke ist noch nicht zu weit fortgeschritten. Verbessert sich der Zustand der Mauke nach spätestens 14 Tagen nicht, ist es Zeit, einen Tierarzt zu verständigen. Dieser kann dem Pferd mit Medikamenten oder Salben helfen.

Das Auftragen von Propolis hat eine starke antiseptische Wirkung. Es wirkt antibakteriell und pilzhemmend. Das Nebenprodukt aus der Honigherstellung wird deshalb von vielen Pferdebesitzern direkt auf die Mauke-erkrankte Stelle aufgetragen.

Knoblauch hat eine entzündungshemmende Wirkung und hilft gegen Pilze und Parasiten. Zu viel davon ist ungesund für Ihr Pferd, weswegen Sie dieses Hausmittel mit Vorsicht nutzen sollten. Ein bis zwei Zehen, die zuvor in Mandel- oder Kokosöl eingelegt wurden, sollen reichen. Zur äußeren Anwendung ist es sehr geeignet und sollte auf die Haut des Pferdes aufgetragen werden.

Ebenso kann biologisches Teebaum- oder Lavendelöl helfen. Beides wirkt antibakteriell und entzündungshemmend. Es empfiehlt sich, das Öl zunächst auf einer gesunden Stelle zu prüfen, damit getestet werden kann, ob das Pferd allergisch reagiert.

Eine Kur von fünf Nächten mit Sauerkrautwickeln soll Wunder bewirken. Sauerkraut enthält Milchsäure und Mineralstoffe, die beide gut gegen Mauke wirken. Milchsäure senkt den pH-Wert der Haut sodass Bakterien sich nicht mehr wohl fühlen und verschwinden.

Wie erkenne und behandle ich eine trockene Mauke bei Pferden am besten?

Zunächst muss unterschieden werden, ob es sich um eine trockene oder nasse Mauke handelt. 

Eine nässende Mauke ist sehr unangenehm für Ihr Pferd und bereitet zusätzlich Schmerzen. Die nässende Mauke kann daran erkannt werden, dass wässrige bis zu eitrige Flüssigkeit aus der Wunde austritt. Bei dieser Art der Mauke schwillt die Haut an und zusätzlich bilden sich schmierige Beläge. Auf diesen Belägen können sich anschließend noch Bläschen bilden. Hier gilt es, die Wunde trocken zu halten.

Bei trockener Mauke hingegen bildet die bereits sehr poröse Haut Schorf. Besonders wichtig zu beachten ist, dass der Schorf kein Anzeichen für die Heilung der Mauke ist. Wenn ein Mensch sich verletzt, signalisiert das Auftreten eines Schorfs das Heilen einer Wunde, anders bei einer Pferde-Mauke. Wird die Kruste nicht entfernt, vergrößern sich die trockenen Stellen und eine dicke Kruste entsteht. Die Bakterien können sich unter dieser Kruste vermehren.

Eine Mauke beim Pferd kann sehr unterschiedlich verlaufen. Im Generellen gilt, dass die erkrankte Stelle sauber und trocken gehalten wird. Um das Krankheitsbild ihres Pferdes zu verbessern, sollte ein Tierarzt zurate gezogen werden. Generell behandelt man die Hautkrankheit mit Salben und Waschlotionen.

Können Salben meinem Mauke-kranken Pferd helfen?

Wichtig ist, die passende Salbe zu finden, wenn es um die Behandlung einer Mauke geht. Besonders kontraproduktiv sind luftdichte Cremes wie Melkfett oder Babycreme. Diese verschließen die Haut und somit sammeln sich die Bakterien unter dem Salbenfilm. Dort können sie sich optimal verbreiten. Sind die Wunden verheilt, kann zur Vorsorge und dem Schutz der Haut durchaus auf eine der beiden Cremes zurückgegriffen werden.

Da Mauke lüften muss sollten desinfizierende antibakterielle Salben genutzt werden. Diese sollten nicht luftdicht sein, da sie sonst den Verlauf verschlimmern könnten. Sie hätten dieselbe Wirkung wie die von den Bakterien gebaute Kruste, die sich bei einer Mauke oft bildet.

Sollte ich meinem Pferd die Kruste der Mauke entfernen oder nicht?

Die Krusten, die bei einer Mauke entstehen, sollten auf jeden Fall entfernt werden. Dies auf keinen Fall gewaltsam. Wird die Kruste nicht gelöst, kann es zu einem dauerhaften Bakterienbefall der Fesseln führen. Wenn sich also an den betroffenen Stellen Krusten gebildet haben, sollten diese zunächst eingeweicht werden. So können diese anschließend sanft abgelöst werden. Ist es der Fall, dass sich die Krusten nicht sofort entfernen lassen, sollten diese noch einige Tage aufweichen. Denn wenn die Kruste nicht weich genug ist, können beim Entfernen neue Hautrisse entstehen und somit neue Bakterien eindringen. 

Zum Einweichen der Kruste kann Kokosfett genutzt werden. Ist die Kruste entfernt, müssen die Stellen trocken gehalten werden. Oftmals reicht ein Durchlauf nicht aus, weswegen diese Behandlung wiederholt werden muss. Ebenso können alte Frotteetücher verwendet werden. Wenn diese ohne Weichspüler gewaschen und ohne Trockner getrocknet wurden, sind sie so rau, dass die Fesselbeugen damit abgerieben werden können.

Weitere Behandlungsmaßnahmen hängen von der Diagnose des Tierarztes ab. Denn eine rein äußerliche Behandlung der Mauke reicht in den meisten Fällen nicht aus.

Was sollte ich meinem Pferd bei Mauke nicht füttern?

Die falsche Ernährung kann ein ausschlaggebender Auslöser für die Hauterkrankung Ihres Pferdes sein. Zu eiweißhaltiges Futter, aber auch zu viel Stärke oder Fett machen die Hautkrankheit zu einer ernährungsbedingten Erkrankung. Der Überschuss an Eiweiß und Weizen begünstigen Entzündungsprozesse im Körper. Zu wenig Bewegung und Übergewicht fördern die Bildung von Mauke zusätzlich. Falsche Fütterung kann zu vielen weiteren Erkrankungen führen.

Tipps zur Fütterung bei Mauke:

  • Es sollte mineralhaltiges Essen gefüttert werden. Zink, Selen und Kupfer sind wichtig, da diese das Immunsystem anregen.
  • Kraftfutter sollte reduziert beziehungsweise abgesetzt werden, das mindestens bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Mauke abgeheilt ist.
  • Äpfel, Heu, ungespritzten Karotten und Kräuter (z. B. Brennnesseln und Löwenzahn) können das Pferd unterstützen.
  • Durch den Weidegang kommt es meist zu einer erhöhten Eiweißaufnahme, die Eiweißzufuhr sollte reduziert werden.

Durch zusätzliche Fütterung von Mineralfutter kann das Immunsystem Ihres Pferdes verbessert werden. Jedoch können einige Mineralfutter Ihrem Pferd sogar schaden, da in vielen ein zu hoher Anteil an Füllstoffen, Zucker, Geschmacksverstärkern und Süßstoffen enthalten ist. Diese könne der Leber schaden und sogar zu Kotwasser führen. Besonders wichtig ist es hier auf organische Spurenelemente zu setzen. Zinkchelat unterstützt die Haut Ihres Pferdes, da dieses vom Pferdekörper besser aufgenommen werden kann als normales Zink. 

In Pferdegold Mineral sind alle wichtigen Mineralstoffe und organische Spurenelemente enthalten. Zusätzlich wurde in diesem Mineralfutter darauf geachtet, dass auf Zucker und Füllstoffe verzichtet wird. Neben Zinkchelat enthält das Pferdegold Mineral Mangan, Niacin und Biotin. Das Vitamin Niacin ist vor allem für den Erhalt gesunder Schleimhäute und Haut bekannt und Biotin trägt zu einer normalen Funktion von Haut und Fell bei. Mangan sichert die Energiebereitstellung der Zelle und spielt eine wichtige Rolle für den Aufbau von Bindegewebe, Knorpeln und Knochen. Der Mineralstoffkomplex des Pferdegold Mineral sorgt dafür, dass die Mineralien lange im Pferdekörper gespeichert werden und dies ermöglicht einen langen Effekt. Das Mineralfutter baut eine gesunde Hautbarriere auf und somit ist Ihr Pferd gegen Erkrankungen wie Mauke gewappnet.

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Ursachen: Was löst Mauke beim Pferd aus?

Die Widerstandsfähigkeit der Haut und die natürliche Bakterienflora können durch verschiedene Faktoren geschwächt werden.

Ist die Box nicht regelmäßig sauber gemistet ist der Untergrund, auf dem Ihr Pferd steht nass und schmutzig. Permanente Feuchtigkeit und das in Pferdeäpfeln und Urin enthaltene Ammoniak greift die Haut an. Sowohl mangelnde sowie übertriebene Pflege können die Haut angreifbar für Bakterien machen. Hier ist ein gewisser Hygienestandard im Stall, der Wiese und der täglichen Routine angesagt.

Genau wie wir Menschen können Pferde Allergien entwickeln. Stroh oder Gräser können diese auslösen. Dadurch, dass Ihr Pferd sowohl auf Stroh wie auch Gräsern steht, berühren diese den Fesselkopf. Durch das Berühren kann die Haut gereizt werden. 

Mechanische Reizungen, beispielsweise durch das Reiten im Sand, können Hautrisse verursachen. Durch die oberflächliche Wunde wird es Bakterien wiederum ermöglicht einzudringen und sich auszubreiten.

Das richtige Futter ist ein wichtiger Punkt. Denn nicht nur schlechtes Wetter oder Hygienemängel können eine Ursache für die Hauterkrankung sein. Häufig ist das Immunsystem aufgrund eines Nährstoffmangels geschwächt. Die Nährstoffreserven sollten mit einem mineralstoffreichen Futter aufgestockt werden. Zusätzlich zu der richtigen Zugabe von Mineralstoffen und Spurenelementen ist es essentiell, darauf zu achten, dass kein kontaminiertes beziehungsweise verdorbenes Futter gefüttert wird.

Auch weiße Fesseln können ein wichtiges Kriterium für ein Fesselekzem sein. Dadurch, dass die Fesseln geringer pigmentiert sind, sind sie äußeren Auswirkungen leichter ausgesetzt. Die niedrige Pigmentierung macht sie anfälliger für Reizungen. 

Psychische Faktoren haben einen großen Einfluss auf den generellen Gesundheitszustand Ihres Pferdes. Wenn Ihr Pferd ein geschwächtes Immunsystem hat, ist es folglich anfälliger für Krankheiten, so kann auch die Haut nicht optimal geschützt werden. Ursachen wie Stress, Stall- und Fellwechsel können das Immunsystem Ihres Pferdes schwächen.

Auch Umwelteinflüsse und sonstige Gegebenheiten können eine Mauke fördern beziehungsweise zu der Hauterkrankung führen.

  • Kälte
  • Alter
  • Empfindlichkeit der Haut
  • Impfung und Wurmkuren
  • langer Fesselbehang

Dadurch, dass es so viele verschiedene Faktoren für eine Mauke-Erkrankung gibt, sind regelmäßige Kontrollen der Fesselbeugen wichtig. Wird die Hautkrankheit frühzeitig erkannt, kann schnell gehandelt werden, sodass eine chronische Erkrankung ausgeschlossen werden kann.

Wie gefährlich ist die Mauke meines Pferdes und ist sie ansteckend?

Gefährlich kann eine Mauke durchaus für Ihr Pferd werden. Die Hautkrankheit kann Ihrem Pferd große Schmerzen bereiten und Lahmheit zur Folge haben. Mauke kann schnell chronisch werden und tatsächlich tödlich für Ihr Pferd enden. Die größte Gefahr ist das Entstehen einer Sepsis, die über den gesamten Organismus übergreifen kann.

Das kann allerdings nur passieren, wenn die Krankheit unbehandelt bleibt. Aus diesem Grund ist ein schnelles Handeln essentiell um das Fesselekzem zu eliminieren.

Dass eine Mauke ansteckend ist, kann grundsätzlich verneint werden. Oft entsteht der Irrtum, da mehrere Pferde im Stall zur selben Zeit an der Hautkrankheit leiden. Dies hat jedoch nichts damit zu tun, dass eine Mauke ansteckend ist. Sondern lediglich damit, dass ähnliche Haltungsbedingungen wie gleiches Futter und dieselbe Hygiene gegeben sind. Die Infektion wird also nicht von einem Pferd an das andere gereicht.