Eine Arthrose bedeutet große Schmerzen für Ihren Hund

Durchschnittlich leidet in etwa jeder fünfte Hund an einer Arthrose. Unter einer Arthrose versteht man eine chronisch – progressive Gelenkerkrankung. Arthrose ist nicht heilbar und die schreitet kontinuierlich weiter fort. Bei der Krankheit werden Knorpel, Sehnen und Bänder stark beschädigt und es gibt keine Möglichkeit zur Regeneration. Der Gelenkknorpel hat die Funktion einer Schutzschicht für die Knochen Ihres Hundes. Wird dieser zurückgebildet beziehungsweise abgebaut, reiben die Knochenenden aufeinander.

Dies kann eine Veränderung der Gelenkstruktur zur Folge haben. Eine Arthrose bedeutet Bewegungseinschränkungen und Schmerzen für Ihren Vierbeiner.

Lebenserwartung: Wie lange kann ein Hund mit einer Arthrose leben?

Arthrose erkrankte Hunde haben dieselbe Lebenserwartung wie gesunde Lebewesen. Der Gelenkverschleiß stellt also keine direkten Auswirkungen auf die Lebensdauer eines Hundes dar.

Grundsätzlich gilt es zu unterscheiden:

  • Zu welcher Rasse gehört mein Hund?
  • Wie groß ist mein Hund?
  • Welche Genetik hat mein Hund (Zucht, Elterntiere)?
  • Wie sind seine Lebensumstände, ist er oft gestresst?
  • Wie sieht die Ernährung meines Hundes aus?
  • Erhält mein Hund hochwertiges Futter?
  • Wird mein Hund genug gepflegt?
  • Hat er genug Bewegung?

Die durchschnittliche Lebenserwartung von Hunden unabhängig von Arthrose beträgt:

  • Kleine Rassen (bis zu 15 kg Körpergewicht): 10 bis 15 Jahre
  • Mittlere Rassen (15 bis 45 kg Körpergewicht): 10 bis 13 Jahre
  • Große Rassen (über 45 kg Körpergewicht): 8 bis 12 Jahre

Die Lebensqualität eines Hundes kann durch den Gelenkverschleiß und den damit verbundenen Symptomen wie Schmerzen und Unbeweglichkeit deutlich abnehmen. Dies kann zur Folge haben, dass es zu einer Verkürzung der Lebensdauer kommt.

Wird eine Arthrose früh genug erkannt, kann die Lebensqualität Ihres Vierbeiners erheblich verbessert werden.

Symptome: Wie erkenne ich, dass mein Hund Arthrose hat?

Ein frühes Erkennen einer möglichen Arthrose ist besonders wichtig, um die Schmerzen Ihres Lieblings auf ein Minimum zu verringern. Dadurch, dass der Verlauf einer Arthrose schleichend ist, treten erkennbare Symptome erst dann auf, wenn der Gelenkknorpel bereits deutlich geschädigt wurde. Können mögliche Symptome frühzeitig erkannt werden, ist ein Gang zum Tierarzt unvermeidlich.
Symptome für einen Arthrose-kranken Hund:
Der Gang ist steif.
Das Gelenk ist sichtbar angeschwollen.
Alltägliche Bewegungen scheinen Schmerzen zu verursachen.
Beißen des Hundes an der schmerzenden Stelle.
Das Aufstehen und Hinlegen bereitet Probleme.
Ihr Hund bewegt sich deutlich weniger.
Weniger oder gar kein Spielen.
Das steigen von Treppen oder das springen in das Auto ist mühsam.
Lange Spaziergänge sind sehr anstrengend und nicht mehr gewollt.
Nach langen Spaziergängen lahmt Ihr Hund.
Probleme beim Heben des Beines, z.B. zum Kratzen des Ohres.
Vermehrtes Wechseln der Liegeposition, um schmerzende Gelenke zu entlasten.
Morgens oder nach längeren Ruhephasen ist Ihr Hund steif und unbeweglich.
Bei Berührungen der betroffenen Gelenke reagiert der Hund empfindlich.
Plötzliche Aggressivität oder Ängstlichkeit.
Meiden harter, kühler oder zugiger Liegeplätze.
Häufiges Suchen nach warmen und weichen Untergründen.
Ausstrecken ist nicht mehr wirklich möglich.

Wirbelsäule, Hüfte, Knie: Wo tritt die Arthrose bei Hunden am häufigsten auf?

Tendenziell kann das Verschleißen beziehungsweise das Abbauen an jedem Gelenk Ihres Hundes eintreten. Am häufigsten treten Arthrosen am Hüft-, Ellenbogen- und Sprunggelenk des Hundes auf.

Ernährung: Welches Futter sollte einem Hund mit Arthrose gefüttert werden?

Gelenkschmerzen, Bewegungsunlust und Übergewicht können aus einer unbehandelten Arthrose folgern. Verminderter Bewegungsdrang kann zu Übergewicht führen und kann in Herz- oder Kreislaufprobleme resultieren. Die richtige Ernährung und ausreichend Bewegung haben also einen direkten Einfluss auf die Lebenserwartung Ihres Hundes. Um ebenso die Lebensqualität zu gewährleisten, ist die richtige Ernährung notwendig. Da die Bewegung bei dem Gelenkverschleiß zwangsläufig weniger wird, wird das Thema richtiges Futter anspruchsvoller. Das Futter sollte bedarfsdeckend sein, ohne mehr Energie zu liefern als nötig.

Behandlung: Was hilft einem Hund mit Arthrose?

Da eine Arthrose eine chronische Erkrankung ist, besteht das Ziel der Behandlung darin, das Krankheitsgeschehen soweit wie möglich aufzuhalten oder zumindest einzudämmen. Das Fortschreiten des Gelenkverschleißes soll verlangsamt werden. Die Arthrosebehandlung sollte multimodal aufgebaut sein. So spielen mehrere Verfahren wie Bewegung, Reduktion von Übergewicht, Physiotherapien und auch Nahrungsergänzungsmittel eine wichtige Rolle.

Wie kann ich die Arthrose meines Hundes natürlich behandeln?

Bei langfristiger Behandlung durch Schmerzmittel können Nebenwirkungen hervorgerufen werden. Deshalb ist es durchaus sinnvoll, eine alternative Behandlung der Arthrose in Betracht zu ziehen. Ein Ansatz ist die konservative Therapie der Arthrose. Das übergeordnete Ziel bei einem Hund, der an Gelenkverschleiß leidet, ist die Reduzierung der Schmerzen und das Verlangsamen der Erkrankung. Dem Hund soll ein lebenswertes Dasein ermöglicht werden, ganz ohne Operation.

Es gibt drei primäre Ziele, die bei der konservativen Arthrosetherapie verfolgt werden:

  • Schmerzen lindern
  • Die Beweglichkeit verbessern bzw. wiederherstellen
  • Gelenkfunktion unterstützen

Wie kann ich meinem Hund dies ermöglichen?

Diät: Ein hohes Körpergewicht belastet die Gelenke und Knochen Ihres Vierbeiners zusätzlich. Durch Reduzierung des Gewichts können die Beschwerden gelindert werden. Dadurch, dass die Bewegung aufgrund der Arthrose zusätzlich verringert wird, muss die Futtermenge entsprechend angepasst werden.

Ruhiger Schlafplatz: Ein warmer, gemütlicher Rückzugsort ist essenziell.  Zudem reagieren Hunde mit Arthrose empfindlicher auf Unruhe. Ihr Hund sollte auf weichen Materialien und vor Lautstärke geschützt zur Ruhe kommen.

Leichte Massagen: Durch leichte Massagen wird die Durchblutung angeregt. Somit wird die Beweglichkeit gefördert. Die Massagen vermitteln zusätzlich ein Gefühl der Ruhe und der Sicherheit. Massagen helfen Ihrem Hund zu entspannen. Die Lebensqualität Ihres Vierbeiners ist ebenso wichtig, wie der gesundheitliche Zustand.

Körperpflege: Die Gelenke verschleißen und somit wird es im Laufe der Zeit schwieriger für Ihren Hund, sich richtig sauber zu halten. Unterstützen Sie Ihren Liebling durch Kämmen, Waschen und Schneiden des Fells.

Regelmäßige Bewegung: Spaziergänge lindern Verspannungen und erhalten den Muskel. Auch wenn sich erkrankte Vierbeiner aufgrund von Schmerzen ungern bewegen, ist eine an den Krankheitszustand angepasste Bewegung von Bedeutung. Die Produktion der Gelenkflüssigkeit wird durch die Bewegung gefördert, diese ist essenziell für die Gelenkknorpel. Zu beachten ist, dass der Hund weder überanstrengt noch unterfordert wird. Bei einer Unterversorgung des Knorpels schreitet die Arthrose schneller voran.

Auch Physiotherapie und Bewegungstraining fördern die Linderung von Verspannungen und den Aufbau von Muskeln. Hierbei wird vor allem das Hundeschwimmen nahegelegt, zusätzlich etwa 15 – 30 Minuten Physiotherapie zweimal pro Monat.

Es gibt eine Reihe an Futter- und Nahrungsergänzungsmitteln, welche die Gelenkgesundheit unterstützen. 

Das Entscheidende ist, dass Sie Geduld mit Ihrem Hund haben. Durch die Arthrose werden Ihrem Vierbeiner viele Bewegungen nicht mehr so leicht fallen. Gestalten Sie Ihr Umfeld so barrierefrei wie möglich, indem Sie beispielsweise Teppiche auf rutschigen Oberflächen auslegen. Durch zusätzliche Ermutigungen wird sich Ihr Hund sicherer fühlen.

Schmerzmittel, Spritzen un co.: Wie kann ich die Schmerzen meines an Arthose leidenden Hundes lindern?

Medikamentöse Behandlung

Das Geben von Schmerzmitteln lässt sich bei fortgeschrittener Arthrose-Erkrankung kaum vermeiden. Bei der Vergabe von Schmerzmitteln ist eine regelmäßige Kontrolle der Leber- und Nierenfunktion ausschlaggebend. Eine Arthrose trifft meist Hunde im höheren Alter. Altersbedingt leiden diese häufig an weiteren Erkrankungen. Es ist besonders wichtig, darauf zu achten, dass die Medikamente kombinierbar sind. Es dürfen keine Wechselwirkungen aufgrund der Zusammenstellung der Medikamente auftreten. Die Einnahme von Schmerzmitteln sollte also, wenn möglich, ohne Nebenwirkungen verlaufen. Primär steht der Fokus darin, den Hund von seinen Schmerzen zu befreien und die Gelenkfunktion und somit die Beweglichkeit des Vierbeiners zu verbessern.

Aufgrund der starken Schmerzen werden den erkrankten Hunden in der Regel entzündungshemmende Medikamente (z. B. Carprofen und Meloxicam) verabreicht. Nicht-Opioid-Analgetika (z. B. Metamizol) oder auch Glukokortikoide (z. B. Kortison) werden ebenso oft verwendet. Die Verträglichkeit der medikamentösen Behandlung sollte gewährleistet sein, da die Medikamente das ganze restliche Hundeleben verabreicht werden. Werden die Schmerzen gelindert, verbessert sich die Gelenkfunktion und somit wird die Mobilität angekurbelt. Die medikamentöse Behandlung darf keine Nebenwirkungen aufweisen.

Injektionen und Implantate

Das Injizieren von Hyaluronsäure wird bereits von einigen Tierärzten und Tierheilpraktikern ausgeübt. Hierbei erfolgt die Injektion direkt in das befallene Gelenk. Hyaluron ist eine natürliche körpereigene Substanz, welche die Versorgung mit Nährstoffen fördert und zusätzlich die Gleitfähigkeit des Gelenks verbessert.

Goldimplantationen, auch Berlock-Implantate genannt, beschreiben eine weitverbreitete Vorgehensweise zur Schmerzbekämpfung bei Arthrose. Es werden typischerweise 7 Berlock-Implantate an unterschiedlichen Stellen rund um das Gelenk eingesetzt. Die schmerzlindernde Wirkung wird durch das Gold in Form von permanenten Goldionen an das Gewebe abgegeben.

Hunde, die an ihrer Arthrose leiden, können in manchen Fällen auch von einer Bestrahlung oder Stoßwellentherapie profitieren.

Operation 

Schreiten die Beschwerden trotz medikamentöser und konservativer Behandlung stetig an, kann die Arthrose mit Hilfe eines chirurgischen Eingriffs behandelt werden.

In diesem Fall werden drei Hauptpraktiken vollzogen:

  • Das Einsetzen einer künstlichen Versteifung

Einschränkung der Beweglichkeit des Hundes, dafür Schmerzfreiheit

  • Teilweises Entfernen des Knochens

Erlangen von Bewegungsfreiheit, stützen des Gelenkes durch umliegende Muskeln

  • Einsatz eines künstlichen Gelenkes

Welche neuen Medikamente gibt es, die einem Hund mit Arthrose helfen können?

Momentan gibt es zu neuartigen Medikamenten, die Arthrose lindern keine Auskünfte. Nahrungsergänzungsmittel werden jedoch immer beliebter, wenn es um die Unterstützung der Beweglichkeit der Gelenke und die Vorsorge geht. 

Während Schmerzmittel lediglich die Symptome betäuben, bekämpfen Nahrungsergänzungsmittel die Ursache.

Hausmittel: Welche Alternativen können meinem Hund mit Arthrose helfen?

Eine Arthrose sollte nicht nur mit Hausmitteln behandelt werden, da diese bei einer akuten Arthrose nur bedingt Linderungen schaffen. Ein Gang zum Tierarzt ist von äußerster Dringlichkeit, sobald Anzeichen eines Gelenkabbaus erkannt werden. Hausmittel ersetzen einen Tierarztbesuch nicht.

Die wirksamsten, schmerzlinderndsten und entzündungshemmendsten Hausmittel gegen Arthrose beim Hund sind:

  • Wirkt schmerzlindernd: Warme Kompressen und Umschläge
  • Wirkt entzündungshemmend: Ingwer 
  • Wirkt entzündungshemmend und schmerzlindernd: Kurkuma, Teufelskralle
  • Reich an Omega-3-Fettsäuren: Grünlippmuschel

Schmerzmittel sind nur für begrenzte Zeit eine zu empfehlende Behandlung bei Arthrose kranken Hunden. Nahrungsergänzungsmittel erhalten immer mehr Aufmerksamkeit in der Hundebesitzer-Welt. Futterergänzungsmittel stellen eine gute Alternative dar, seinen Hund präventiv oder unterstützend bei der Nahrungsaufnahme zu helfen. Das bedeutet, dass diese vorsorgend zur Einschränkung von möglichen Krankheiten verwendet werden können. Ebenso können sie als Unterstützung zugefüttert werden, um den Hund mit fehlenden Nährstoffen zu versorgen. Durch das Zugeben von Nährstoffen können Krankheiten verhindert und Unterversorgungen entgegengewirkt werden.

Nahrungsergänzungsmittel wie das Hundpur Gelenke unterstützen den Gelenkstoffwechsel und ermöglichen somit die Produktion von Kollagen und Hyaluron an den Gelenken. Somit hilft es bei steifen Gelenken und fördert die Beweglichkeit. Das Besondere an dem Ergänzungsmittel von Hundpur ist der innovative Perlenkomplex, der in dieser Kombination das einzige Produkt auf dem Markt ist. Für gesunde Gelenke benötigt man die Stoffe Kollagen und Hyaluron. Fehlt einer dieser beiden Stoffe, reiben die Knochen aufeinander. Dies kann eine Arthrose zur Folge haben. Der Perlenkomplex liefert Ihrem Hund spezielle Nährstoff-Bausteine, die dafür sorgen, dass der Hundekörper selbst Hyaluron und Kollagen an den Gelenken produziert. Der Perlenkomplex ist reich an Omega 3 aus Algen, Muscheln und Leinsamen und kann ganz einfach einmal täglich unter das Futter gemischt werden.

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Hund mit Arthrose: Wann ist es an der Zeit meinen Hund einzuschläfern?

Das Einschläfern seines treuen Wegbegleiters ist durchaus keine leichte Entscheidung. Grundsätzlich steht das Wohlergehen des Vierbeiners im Vordergrund. So sollte über eine Euthanasie nachgedacht werden, wenn der Hund sehr leidet und weder Medikamente noch alternative Medizin eine Verbesserung vorweisen. Kann der Vierbeiner nicht mehr selbstständig aufstehen, geschweige denn problemlos gehen, ist dies ein großes Merkmal für schlimme Schmerzen. Hunde äußern Schmerzen anders als Menschen. So können plötzliche Angst, erhöhte Aggressivität, vermehrte Unruhe und Berührungsempfindlichkeit Indikatoren für Schmerzen sein. Hat Ihr Hund weniger Lust zu spielen, frisst nicht mehr so gut wie sonst oder ist oft müde und erschöpft, können diese Verhaltensmuster ebenfalls Anzeichen dafür sein, dass es Ihrem Vierbeiner nicht gut geht.

Können Sie das tatsächliche Leiden Ihres Hundes nicht einschätzen, gehen Sie zu Ihrem Tierarzt des Vertrauens. Sind die Schmerzen zu stark und ist die Euthanasie alternativlos, wird der Tierarzt Ihnen dies mitteilen.